Erbbaurecht, Erbpacht, wie funktioniert das und was ist das?

Grundstücke sind, besonders in Ballungsgebieten, teuer und sehr knapp. So kann man sozusagen ein Gründstück im Erbbaurecht, also auf Zeit, erwerben und darauf ein Haus bauen.

Das Erbbaurecht gehört zu den sog. grundstücksgleichen Rechten. Das bedeutet, dass ein Gebäude, das auf einem Erbbaugrundstück gebaut wird, dem Erbbauberechtigten gehört und nicht dem Grundstückseigentümer.

Erbbaurechte werden meistens von Kirchen, Kommunen und seltener auch von Privatpersonen angeboten. Die Motivation der Erbbaurechtsgeber liegt darin, dass diese zwar vorhandene Grundstücke als Bauland zur Verfügung stellen möchten, aber gleichzeit für die weiteren Generationen doch eigentümer an diesem Grundbesitz bleiben möchten.

Zwangsversteigerung

Viele Banken verlangen eine Stillhalteerklärung vom Erbaurechtsgeber im Falle einer Zwangsversteigerung. Hier wird erklärte, dass im Falle der Versteigerung erst die Bank ihr Geld bekommt und dann erst der Erbbaurechtsgeber, wenn dieser wegen ausgebliebener Erbbauzinszahlungen ebenfalls Ansprüche hat.
Es gibt auch Erbbaurechtsgeber, die die Belastung des Grundstücks mit Grundschulden nach oben begrenzen. Auch dies muss bei einer Finanzierung bedacht werden.
In Sachen der Beratung bei Zwangsversteigerung sollten Sie einen Fachmann aufsuchen und nicht an der falschen Stelle sparen.

Wie hoch sind die Zinsen?

Die Höhe der Erbbauzinsen ist reine Verhandlungssache. Für den Erwerber wird dieses Modell aber nur interessant sein, wenn Erbaurechtszins, Miete weit unter den Kosten für die Finanzierung eines normalen Grundstücks liegt.

Was ist sonst noch zu beachten?

Wem gehört das Gebäude auf einem Erbbaurechtsgrudnstück?
Bei einem Erbbaurecht gehört das Gebäude auf dem Grundstück dem Erbbauberechtigtem, der dieses Erbbaurecht wie jede andere Immobilie auch verkaufen oder verschenken kann.

Was passiert nach Ablauf des Erbbaurechtes?

äuft das Erbbaurecht aus und wird der Erbbaurechtsvertrag nicht vorher verlängert, tritt der sog. Heimfall an. Dabei fällt dann das Eigentum an der Immobilie an den Erbbaurechtsgeber. Dieser muss dem Erbbauberechtigten dann aber eine Entschädigung für das Gebäude zahlen.

Kann ein Erbbaugrundstück beliehen werden?

Erbbaurechte können finanziert und beliehen werden. Allerdings gibt es bei vielen Banken und Sparkassen Einschränkungen hinsichtlich der maximalen Finanzierung. Auch die Restlaufzeit des Erbbaurechtes spielt eine wesentliche Rolle. Normalerweise verlangen Banken, dass das Erbbaurecht mind. 10 Jahre länger läuft als die voraussichtliche Darlehenslaufzeit.

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