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Geldwäschegesetz und was Makler beachten müssen

In Deutschland werden jährlich ca. 50 Milliarden Euro schmutziges Geld zur Terrorfinanzierung u.ä. gewaschen.
Deswegen hat der Gesetzgeber mit der Verabschiedung und Neuregelung des Geldwäschegesetztes (GWG) auch Immobilienmakler verpflichtet Identifizierungen nach dem Geldwäschegesetz vorzunehmen.
HINWEIS ZUM GELDWÄSCHEGESETZ (GWG)

Gesetzliche Pflichten für Immobilienmakler nach dem GWG gemäß §2 Absatz 1 Nr. 10 GWG.
Nach diesem Gesetz ist jeder Immobilienmakler verpflichtet, bei Kontaktaufnahme die Identität des Kunden festzustellen. d.h. Ausweispapiere zu kopieren od. zu fotografieren und 5 Jahre aufzubewahren.
Bitte bringen Sie zur Besichtigung ein gültiges Ausweisdokument oder die Kopie Ihres Personalausweises mit. Bei juristischen Personen oder Personengesellschaften ist ein Handelsregisterauszug notwendig.

Erläuterung

Das Geldwäschegesetz verpflichtet in seinem zweiten Paragrafen nicht nur Banken oder Versicherungen zu interner und externer Dokumentation, sondern im 10. Absatz des Paragraphen auch ausdrücklich Immobilienmakler. Die Verpflichtung gilt nur bei Veräußerungsgeschäften, denn bei einer Wohnungsvermietung kann kaum Geld gewaschen werden.

Gegenüber Mitarbeiter

Makler sind unter anderem verpflichtet, ihre Mitarbeiter auf Zuverlässigkeit zu überprüfen und diese über die Regelungen des Geldwäschegesetzes zu unterrichten. Weiterhin müssen alle Dokumente mindestens fünf Jahre lang aufbewahrt werden.
Auf Nachfrage der zuständigen Behörden muss der Makler nachweisen, wie er seinen Pflichten nachgekommen ist. Bei der internen Sicherung bedeutet dies, dass der Makler zum Beispiel belegen muss, wie er seine Mitarbeiter überprüft und geschult hat.

Gegenüber Kunden

Der Makler muss die Identität des Kunden feststellen, mit dem er eine Geschäftsbeziehung eingehen will. Zur Identitätsfeststellung sollte der Interessent geeignete Dokumente, also zum Beispiel einen Personalausweis oder einen Pass, vorlegen können. Dies muss dokumentiert werden.

Bei Ungereimtheiten ist der Makler verpflichtet, eine Geldwäscheverdachtsmeldung beim Landes- und Bundeskriminalamt zu machen. Ein solcher Verdachtsfall liegt insbesondere dann vor, wenn der Kunde:

- ein offensichtlich wirtschaftlich unsinniges Geschäft tätigen will.
- ohne nachvollziehbare Begründung keinen Ausweis oder Pass vorlegen will oder sonst seine Identität verschleiern will. Das gilt insbesondere auch, wenn der Kunde auf Anonymität pocht.
- das angestrebte Geschäft nicht mit den wirtschaftlichen Verhältnissen des Kunden in Einklang zu bringen ist. Die gilt insbesondere dann, wenn der Kunde auf Barzahlung besteht oder wenn der Kaufpreis nicht mit dem angegebenen Beruf und dem Einkommen in Einklang zu bringen ist.
- eine Wohnimmobilie in Deutschland erwerben will, die typischerweise ein Eigennutzerobjekt ist, ohne in der Bundesrepublik einen festen Wohnsitz anzustreben.

Informationsblätter
Hinweis für Mitarbeiter und Partner unseres Beratungsbüros

Hier werden die rechtlichen Dinge und Vorgaben dargestellt. Wie wir diese gesetzeskonform in der Praxis umsetzen wird Ihnen bei unseren vierteljährlichen Tagungen erläutert.

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